Mit 3D-Laserscanning Aufwand und Kosten sparen


Verzögerungen bei Anlagenerweiterungen durch veraltete Konstruktionspläne waren gestern. 3D-Laserscanning macht es möglich, aktuelle und zuverlässige Baupläne und präzise dreidimensionale Modelle zu erstellen – schnell, unkompliziert und digital. So wird die Planung von Anlagenerweiterungen nicht nur vereinfacht, sondern auch deutlich effizienter.


Mit der Methode des 3D-Laserscannings kann innerhalb weniger Stunden eine gesamte Anlage gescannt und dreidimensional bis ins kleinste Detail erfasst werden. Der Aufwand ist gering, Produktionsausfälle durch Anlagenabschaltungen werden minimiert und Nachmessungen sind nicht nötig. Auch beim Anlagenneubau können Veränderungen während der Montage einfach im Konstruktionsplan ergänzt werden. Mehraufwand aufgrund besonderer Sicherheitsmaßnahmen ist durch das berührungslose Messen mittels Scan ebenfalls kein Thema mehr.

Die erhobenen Daten sind digitalisiert und können somit in kurzer Zeit dahin übertragen werden, wo sie benötigt werden – zum Beispiel in Planungs- oder Fertigungsstätten. Erweiterungen und Optimierungen können dann direkt im Scan am Rechner geplant werden. Nötige Wartungsarbeiten werden durch die neue Methode ebenfalls vereinfacht, da die betreffenden Stellen leichter auffindbar und exakt im 3D-Modell vermaßt sind.

„Die Vorteile liegen auf der Hand“, zeigt sich Dr. Götz Lauschke, Leiter des Technischen Service von Evonik, überzeugt von der neuen Methode. „Mit 3D-Laserscanning können Planungsfehler, mehrfache Nachjustierungen und zeitintensiver Personaleinsatz vermieden werden. Diese Erfahrung haben wir bereits mehrfach in der Praxis gemacht.“

Als in Wesseling beispielsweise die Methylmethacrylat-Anlage (MMA) umgebaut wurde, wurde bereits der große Vorteil des 3D-Laserscannings gegenüber klassischen Planungsmethoden deutlich. Der 3D-Scan der Anlage bildete detailgenau alle Stockwerke der Neukonstruktion ab, während mit klassischen Methoden bei gleichem Kostenaufwand nur ein grober Entwurf eines Stockwerks erstellt werden konnte. Der genaue Scan ermöglichte eine passgenaue Vorfertigung aller Einzelteile, wodurch die gesamte Projektphase um etwa ein Drittel verkürzt wurde.