e-Learning-Award für „Ausbildung 4.0“


Auszeichnung für die digitale Vernetzung von Ausbildungs- und Arbeitswelt in Technikum, Werkstatt und Büro


Industrie 4.0 stellt alle Bereiche eines Industrieunternehmens vor neue Herausforderungen. Auch die Aus- und Weiterbildung ist von den Veränderungen durch fortschreitende Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung betroffen. Im Projekt „Ausbildung 4.0“ macht Evonik Lerninhalte digital verfügbar – und zwar direkt am Arbeitsplatz der Auszubildenden. Das Unternehmen wurde dafür nun mit dem „E-Learning Award 2017“ des eLearning Journals in der Kategorie „Workplace Learning“ ausgezeichnet.

Die Ausbildung neuer Mitarbeiter stellt Unternehmen der Chemiebranche vor besondere Herausforderungen. Den fachgerechten Umgang mit Chemieanlagen zu schulen ist nicht nur kostspielig, sondern wird durch Sicherheitsvorschriften zusätzlich komplex. Aus diesem Grund baut Evonik zusammen mit der Creos Lernideen und Beratung GmbH bereits seit mehreren Jahren ein umfassendes Angebot an eLearning-Einheiten zur Unterstützung der Ausbildung auf. Vor diesem Hintergrund entstand auch das neuste Projekt „Ausbildung 4.0“, das die Idee von Industrie 4.0 in die konzernweite Ausbildung der chemiespezifischen Berufe überträgt. Davon profitieren sollen die rund 2.000 Auszubildenden von Evonik und einiger Partnerunternehmen, für die Evonik Ausbildungsleistungen übernimmt.

„Die Arbeitswelt verändert sich. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir uns intensiv mit dem Thema Digitalisierung und Arbeit 4.0 auseinandersetzen, auch im Rahmen der Aus- und Weiterbildung“, betont Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik. „Die Auszeichnung für „Ausbildung 4.0“ hat uns darin bestärkt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.“

„Das Projekt Ausbildung 4.0 ist der größte Quantensprung seit der Einführung des eLearning 2004. Mit dem Zusammenrücken von Ausbildung und Arbeitsplatz ist der letzte Schritt zur Integration von eLearning und Präsenzlernen in der Ausbildung endlich konsequent gelungen“, fasst Stefan Behrens, Arbeitsdirektor der Evonik Technology & Infrastructure GmbH, die Bedeutung der Initiative der Ausbildung zusammen. Die Überwindung der Trennung von Lern- und Arbeitsort sei ein wichtiger Durchbruch in der Nutzung virtueller Lernangebote. „Vor allem die Möglichkeit, Arbeitsabläufe durch die interaktiv aufbereiteten Lerneinheiten virtuell nachvollziehen zu können, stärkt das Verständnis für die Prozesse und dadurch auch die Sicherheit der Handlungen“, ergänzt Dr. Hans Jürgen Metternich, Leiter Ausbildung Nord.

Fokus von „Ausbildung 4.0“ ist die Vernetzung von Ausbildungs- und Arbeitswelt im Technikum, in der Werkstatt und im Büro. Im Rahmen des Projekts entstanden Hunderte von animierten, interaktiven und visuell aufbereiteten Lernmedien mit praxisnahem Wissen und Tausende von Fragen und Antworten, die eine wesentlich individuellere Ausbildung und Konzentration auf den Einzelnen ermöglichen. Mit Hilfe dieser Lernmedien haben Auszubildende am Arbeitsplatz direkten Zugriff auf notwendiges Prozess- und Hintergrundwissen, um auch im Detail verstehen zu können, warum etwas getan werden muss oder passiert bzw. genau so getan werden muss.