Digitalisierung

Googlemaps für Anlagen

Der digitale Zwilling einer Anlage ist die Grundlage für viele weitere digitale Anwendungen und steigert die Effizienz im Anlagenbau und -betrieb. Damit das keine Zukunftsmusik bleibt, arbeitet Technology & Infrastructure am virtuellen Anlagenzwilling bei Evonik.

Der funktioniert ähnlich wie Googlemaps: Dort fließen Daten zu Restaurants oder Geschäften in einer Anwendung zusammen und erschaffen damit praktisch einen digitalen Zwilling der Welt. Bei Klick auf die Landkarte öffnen sich Informationen, von Öffnungszeiten über Angebote bis hin zu Bewertungen oder Bildern. Den digitalen Zwilling gibt es sogar in 3D: Hier kann man sich virtuell durch die Anlage bewegen oder sich zu bestimmten Anlagenteilen führen lassen. Alle Daten und Dokumente gibt es dann mit Klick auf das entsprechende Equipment.

Praxistest in Rheinfelden

Die Grundlagen dafür wurden mittlerweile geschaffen, denn schließlich müssen alle Daten in jedem Schritt des Lebenszyklus einer Anlage abgebildet werden. Informationen bei der Planung werden beispielsweise in der Instandhaltung wieder relevant. Die Digitalisierung unterstützt Mitarbeiter in der täglichen Arbeit. Beispielsweise werden Dokumente und Daten visuell mit einem 3D-Modell der Anlage vernetzt. So können neue Mitarbeiter einfacher geschult werden sowie schneller und effizienter auf Informationen zugreifen. Der Beweis für die Anwendungsreife wurde kürzlich in einer Produktionsanlage in Rheinfelden erbracht.

„Die Umsetzung des digitalen Zwillings ist ein Dreh- und Angelpunkt unserer Digitalisierungsstrategie“, betont Gregor Hetzke, Vorsitzender der Geschäftsführung von Technology & Infrastructure. Er sei die Grundlage, dass auch andere digitale Anwendungen, wie beispielsweise smarte Instandhaltungskonzepte, umgesetzt werden können. „Damit werden wir unseren Kunden einen Service anbieten, der den Anlagenbetrieb nicht nur effizienter und transparenter, sondern auch fit für die Zukunft macht."